Alles begann in diesem Jahr hervorragend: gesteigerter Kartenverkauf sowohl bei Abonnements als auch im Einzelverkauf, bessere Raumbelegung als im Vorjahr, durch geänderte Konzepte ein deutlich höheres Interesse von Jugendlichen, so dass alle Altersklassen vertreten waren, erfolgreicher Ausbau der digitalen Präsentation und Vieles mehr.

Dann folgte ein coronabedingter Lockdown nach dem anderen. Ungeachtet einer Klimaanlage, die jedes Virus erschaudern lässt, einem ausgefeilten Hygienekonzept mit u.a. im Vorfeld bewusst halb belegtem Haus und ausgebuchten Events wird der Filharmonie als Kulturstätte ihre systemrelevante Existenzberechtigung in der Krise abgeschrieben.

Den Erhalt von Gesundheit der Bevölkerung  lediglich an statistischen Infektionszahlen oder freien Intensivbetten zu messen, geht an der Defintion von Gesundheit vorbei. Gesundheit ist ein Zusammenspiel von Körper und Geist, somit ist der Erhalt und die Heilung der Psyche genauso systemrelevant wie der Erhalt der körperlichen Gesundheit. Gerade Kunst und Kultur lässt Krisen durchstehen, denn sie bauen eine stabile Brücke in die Zukunft.

Die Filharmonie gibt nicht auf, ist kreativ, versucht z.B. „open air events“ und weitere krisengerechte Vorstellungen zu organisieren und hofft in naher Zukunft ihren guten Start fortsetzen zu können. Die FDP-Fraktion wird sie auf diesem Weg uneingeschränkt unterstützen.

Text und Bild Jutta Clement-Schmid