–  zweizügig oder gar vierzügig –

In der Gemeinderatssitzung am Montag dieser Woche stand auch die Weiterentwicklung des Schulareals Bernhausen auf der Tagesordnung. Im Wesentlichen ging es da aber um die Einrichtung der Gemeinschaftsschule. Nicht verwundert waren wir, dass alle Beschlusspunkte mit großer Mehrheit beschlossen wurden (die beiden FDP Stadträte enthielten sich der Stimme). Sehr verwundert waren wir aber über die Diskussion um die Größe der mehrheitlich gewollten Gemeinschaftsschule. Teile des Gemeindrates (insbesondere die SPD) wollten schon vor Vorliegen der ersten Anmeldungen für das Schuljahr 2016/2017 eine drei- oder gar vierzügige Schule haben. Das setzt aber voraus, dass es mindestens ca. 100 bis 120 Schülerinnen und Schüler je Eingansjahrgang sein müssten. Aber von wo sollen diese Kinder kommen. Ganz gewiss nicht allein von Filderstadt. Selbst das Schulamt Nürtingen sieht eine Zweizügigkeit als richtige Größe an. Die restlichen Schüler und Schülerinnen sollen aus den Nachbarkommunen kommen, welche keine Gemeinschaftsschule bauen werden. Das muss man sich mal vorstellen. Filderstadt baut mit eigenen Mitteln Schulräume für die Nachbarkommunen, ohne zu wissen, ob diese sich an einer Finanzierung beteiligen würden.  Für uns ein Unding. Wer solche Vorstellungen hat und diese auch noch bewirbt, soll erst einmal abklären, ob sich denn andere Gemeinden finanziell beteiligen würden, und zwar an den Baukosten und an den Betriebskosten. In dieser Strategie sehen wir, das durch die Hintertür eine zweite Gemeinschaftsschule installiert werden soll. Auch das ist für uns ein Unding.