Nachdem es zuletzt in erster Linie um die Vertagung der Vorlage zur Klimaresolution ging, wurde nun in der letzten Gemeinderatssitzung auch über die Inhalte und unsere Änderungsanträge gesprochen. Einig mit den anderen Fraktionen waren wir uns, was die Zielsetzung angeht: Wir müssen auf dem Weg zur Klimaneutralität schneller voran kommen und sowohl die Anstrengungen CO2 zu vermeiden als auch die Auswirkungen des Klimawandels zu bekämpfen verstärken. Wenn uns nun aber andere Fraktionen wie die Freien Wähler vorwerfen, wir würden die notwendigen Maßnahmen „nach wie vor abschwächen“, entspricht das nicht der Wahrheit. Richtig ist, dass wir andere, aus unserer Sicht wirkungsvollere Maßnahmen ergreifen wollen und daher Änderungsanträge zur von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Klimaresolution eingebracht haben. So sehen wir bei der Zielsetzung der Klimaneutralität nicht die Notwendigkeit einen Klimaneutralitätsmanger einzusetzen. Wir haben bereits eine Klimaschutzmangerin und sollten daher statt noch mehr Manager-Stellen zu schaffen, lieber in die Umsetzung gehen und die dafür notwendigen Stellen schaffen. Ebenso gilt es aus unserer Sicht das Klimaschutzkonzept der Stadt weiterzuentwickeln und weitere konkrete Maßnahmen auszuarbeiten. Ein Kästchen auf jeder Vorlage, das die Klimarelevanz des Beschlusses aufzeigen soll, sorgt aus unserer Sicht zu noch mehr Verwaltungsaufwand und Bürokratie. Stattdessen müsste die Klimarelevanz einfach in den entsprechenden Verwaltungsrunden konkret diskutiert werden und in die entsprechenden Entscheidungen einfließen. Wir hätten uns zudem einen stärkeren Apell für mehr ökologische Bildung gewünscht. Leider wurden unsere Änderungsanträge alle von der Mehrheit des Gemeinderates abgelehnt. Daher konnten wir am Ende auch nicht der vorgelegten Klimaresolution zustimmen. Den Klimaschutz in unserer Stadt werden wir aber selbstverständlich auch weiterhin unterstützen.